trauschein
April 2011
Der Trauschein

Von Ephraim Kishon

Regie Philipp Lenz


Die Geschichte
Ella und Daniel Brozowsky sind seit 25 Jahren verheiratet. Tochter Vicky will ihren Robert heiraten, doch Robert – Bürokrat und Muttersöhnchen in einem – möchte erst einmal den Trauschein der Brauteltern sehen. Da dieser nicht aufzufinden ist und Daniel und Ella sich gar nicht mehr so sicher sind, ob sie ihre Ehe überhaupt formell gegründet haben, bricht ein handfester Ehekrach aus. Da taucht Bunky auf, ein vitaler, unkomplizierter Bursche und stiftet noch mehr Unruhe.

Kishon zeigt in seiner mit Ironie sprühenden satirischen Komödie den eskalierenden Verlauf eines Ehestreites und dessen «glückliche» Beilegung. Im Streit wirft man sich gegenseitig alle Fehler vor und 25 Jahre Gemeinsamkeit sind plötzlich nichts mehr wert. Ella und Daniel wollen nun gar nicht mehr verheiratet sein. Sie möchten frei sein vom Joch der Ehe, was Freiheit im Alltag bedeutet. Doch so ganz ernst gemeint ist das von keiner Seite – jeder erwartet nur, dass der andere klein beigibt.

Aufführungsrechte beim S. Fischer Verlag, Frankfurt am Main

Ephraim Kishon (1924–2005)
Ferenc Hoffmann wurde 1924 in Budapest geboren. Ungeachtet seiner hervorragenden schulischen Leistungen und eines exzellenten Abiturs (1941) durfte er wegen seiner jüdischen Herkunft nicht studieren. Während des Zweiten Weltkrieges wurde er in ungarischen, deutschen und sowjetischen Konzentrationslagern geschunden. Nach dem Krieg studierte er Kunst.

1949 setzte er sich aus dem inzwischen kommunistisch regierten Ungarn nach Israel ab und nahm dort den Namen an, unter dem er später weltbekannt wurde: Ephraim Kishon. Zunächst schlug er sich als Schlosser, Kfz-Mechaniker und Installateur durch und erlernte das Hebräische. 1952 begann er, Satiren und Glossen für die Tageszeitung «Ma’ariv» zu verfassen. Von 1959 bis 1962 leitete er das Theater «Grüne Zwiebel» in Tel Aviv.

Ephraim Kishon schrieb Theaterstücke, Drehbücher, Romane und wurde vor allem mit seinen Satiren berühmt. Die Weltauflage seiner Bücher wird auf über vierzig Millionen geschätzt. 2005 erlag Ephraim Kishon in der Schweiz einem Herzanfall.

Auf der Bühne
Gion Pfister: Daniel Brozowsky
Riccarda Sulser: Ella
Riccarda Flütsch: Vicky
Rico Fausch: Robert Knoll
Jonny Bernhard: Bunky
Leonie Bandli: Rosa Hürlimann

Trauschein